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Wie können wir die Natur verstehen?

Jeder Erkenntnisprozess setzt voraus, dass in verschiedenen Naturvorgängen oder -dingen Gleichheiten aufgefunden werden; und er läuft stets hinaus auf eine Einordnung der erkannten Naturerscheinung in eine allgemeinere Klasse, in welcher sie nun als besonderer Fall erscheint. Es folgt hieraus, dass es in jedem Stadium der Erkenntnis, so weit sie auch vordringen mag, stets letzte Prinzipien gibt, die selbst nicht mehr erklärt werden können, sondern aller Erkenntnis zugrunde liegen. Je geringer aber die Zahl der letzten Prinzipien, desto vollkommener die Erkenntnis.
Es sind jene Fragen, die auf die Klärung oberster Begriffe zielen, wie Materie, Kraft, Raum und Zeit, Gesetz, Leben: Begriffe, die beinahe in jede Aussage über Naturdinge und Naturgeschehen irgendwie eingehen.

Zum Buch:
Naturphilosophie: Das Wesen von Naturgesetzen und die Erklärung des Lebens. Neubearbeitung. (Wissenschaftliche Bibliothek)

Die letzten Ursachen: Das Buch der Naturerkenntnis

Cover: Die letzen UrsachenDie klassischen physikalischen Theorien, zum Beispiel die klassische Mechanik oder die Elektrodynamik, haben eine klare Interpretation. Den Symbolen der Theorie wie Ort, Geschwindigkeit, Kraft beziehungsweise Spannungen und Felder ist eine intuitive, klare Entsprechung in Experimenten zugeordnet. Anders sieht es bei einer der Säulen heutiger Welterkenntnis aus: der Quantenphysik. Da die Quantenphysik auf der sehr abstrakten Wellenfunktion basiert, kann eine Interpretation nicht mehr intuitiv erfolgen. Es liegt eine unzulässige Vermischung von Abstraktem mit Realem vor. Wenn man dagegen Abstraktes und Reales auseinanderhält, fällt es leichter, zu einer realistischen Deutung von bisher schwer Verständlichem zu kommen. Hier findet die heutige Naturphilosophie eines ihrer reichhaltigen Betätigungsfelder. Sie versucht, die Natur in ihrer Gesamtheit zu erfassen, ihre Strukturen zu beschreiben, anschaulich zu erklären und zu deuten.
Zudem gibt es neue Erkenntnisse, die es zulassen, eine naturwissenschaftliche Theorie über den transzendenten physikalischen Bereich, jenseits von Raum und Zeit aufzustellen. Das Werk eines Physikers, der die metaphysische Seite vom Jenseits beschreibt, schließt das „Buch der Naturerkenntnis“ ab.
Insgesamt ist ein abgerundetes Werk über „Die letzten Ursachen“ entstanden, das neben aktueller Erkenntnis die Weisheit der Jahrhunderte enthält und vielleicht sogar noch ein wenig von dem, was die Zukunft erst erweisen wird.

Das Buch:

Die letzten Ursachen: Das Buch der Naturerkenntnis (Wissenschaftliche Bibliothek)

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 2 (14. Januar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3739218231
  • ISBN-13: 978-3739218236

 

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Video zum Buch: Leben aus Quantenstaub

Wie wir aus dem Doppelspaltexperiment wissen, zeigen Photonen ein bestimmtes Verhalten. Beim Menschen sind es Erziehungsprozesse seit der frühen Kindheit, die im Erwachsenenalter immer noch das Verhalten beeinflussen. Die unbelebte Natur zeigt bei Wechselwirkungen ebenfalls bestimmte Verhaltensweisen. Wir nennen die Verhaltensweisen Naturgesetze. Beim Computer nennen wir dass, was sein Verhalten steuert ein Programm.

Auch wenn uns Verhaltensweisen aufgrund unserer täglichen Erfahrung als selbstverständlich erscheinen: Sie sind es nicht! Denn hinter jeder Verhaltensweise muss etwas stehen, das wir Gesetz oder Regel, Erziehung oder Programm usw. nennen. Statt der vielen Worte dafür können wir sagen, es sind Prozesse. Was den Verhaltensprozess in Gang hält, ist übrigens Fluktuation, denn Fluktuation ist das Einzige, was auf der untersten Ebene unseres Universums für Wandel, Wechsel und Bewegung sorgt.

Es bleibt die Frage zu klären, ob Bewusstsein zu den elementaren Prozessen gehört. Man kann Bewusstsein auf verschiedenen Arten definieren. Verschiedene Berufsgruppen haben verschiedene Definitionen. Relativ gut durchgesetzt hat sich die Definition der Verhaltenspsychologen, die mit Hilfe ihrer Definition sogar Bewusstsein bei bestimmten Tierarten, wie Bonobos, Raben oder Elefanten feststellen konnten. Leider ist die Definition der Psychologen nicht so geartet, dass man damit auch ein kleinstmögliches Bewusstsein erkennen kann. Um die Anfänge von Bewusstsein oder das kleinstmögliche Bewusstsein entdecken zu können, braucht man eine Definition, die mehr operational ist, die prinzipiell aber nichts anderes aussagt, als das schon bekannte. Um die Anforderung zu erfüllen, habe ich mir erlaubt, angelehnt an die Definition der Psychologen, eine eigene Definition für Bewusstsein zu erstellen. In die Definition sind wichtige Kriterien mit eingeflossen, die sich aus den Antworten zu folgenden Fragen ergeben: Wie erfolgt die Reaktion auf geänderte oder neue Umweltbedingungen? Ist die Auswahl unter den Handlungsalternativen determiniert oder nicht determiniert? Welchen Zielen folgt das Verhalten?

Das Doppelspaltexperiment sagt uns vieles, was wir über Photonen wissen wollen. Insbesondere Folgendes: Schickt man einzelne Photonen mit größerem zeitlichen Abstand durch den Doppelspalt, bilden sie im Laufe der Zeit ein Muster auf dem Beobachtungsschirm, das Interferenzmuster genannt wird. Dieses besteht aus mehreren hellen Streifen. Wenn man das Experiment ein wenig abwandelt und abwechselnd immer einen der Spalte verschließt, dann bilden die Photonen im Lauf der Zeit kein Interferenzmuster mehr, sondern nur zwei helle Streifen.

Die Frage, die man sich unter anderem beantworten muss, lautet: Woher wissen die einzelnen Photonen, die mit großem zeitlichem Abstand durch die Spalte gehen, wann sie ein Interferenzmuster bilden müssen und wann nur zwei helle Streifen? Spätestens beim Durchgang durch einen Spalt muss die Entscheidung fallen. Die Teilchen reagieren auf geänderte Umweltbedingungen und entscheiden sich je nachdem welche Umweltbedingungen sie vorfinden. Wo sie auf dem Schirm genau auftreffen ist nicht determiniert, erst in der Summe der Treffer erkennt man, welches Muster sie bilden wollen. Bei zwei geöffneten Spalten kann man nicht saagen, für welche Spalte sie sich entscheiden. Erst wenn sie auf dem Beobachtungsschirm angekommen sind, kann man vermuten, welchen Weg sie genommen haben. Generell neigen Quanten wohl dazu, faktisch real zu werden, denn nur in diesem Zustand können wir sie beobachten.

Die Neigung ein Ziel zu verfolgen, ist per Definition ein Bedürfnis. Man muss den Photonen (und generell den Quanten) wohl zugestehen, von einem Verhaltensprozess gesteuert zu werden, der auf eine ganz elementare Art die Kriterien eines Bewusstseinsprozesses erfüllt. Das ist der Grund, warum Bewusstsein in seiner elementarsten Form mit zu den Dingen gehört, die in unserem Universum absolut elementar sind.

Zum Buch:

Leben aus Quantenstaub: Elementare Information und reiner Zufall im Nichts als Bausteine einer 4-dimensionalen Quanten-Welt