Archiv der Kategorie: Allgemein

Ist ein intelligenter Geist das Wesen der Materie?

Einen Hinweis auf diesen bewussten intelligenten Geist finden wir in der Interpretation der physikalischen Experimente mit Quanten. Zu einem der wichtigsten Experimente der Quantenphysik gehört das Doppelspaltexperiment. Hinter dem Doppelspalt fängt man auf einem Beobachtungsschirm auf, was durch die Spalte hindurchkommt. Auf diese Weise beobachtet man das Verhalten der Quantenobjekte und kann es interpretieren.

Mehr zum Thema:
Die letzten Ursachen: Das Buch der Naturerkenntnis (Wissenschaftliche Bibliothek)

Problemlösung durch Klarträume

Träume, die weder formell Wirres, noch bildlich Unmögliches enthalten, bezeichnet man als Klarträume.
Einen sehr bemerkenswerten Fall von Klartraum, der aber dadurch kompliziert ist, dass es sich dabei zugleich um die außersinnliche Wahrnehmung (ASW) weit entfernter Dinge handelt, erwähnt der Philosoph Du Prel …
In der Nacht träumte er deutlich die Lösung des ihm vorschwebenden Problems, die er am Tage nicht gefunden hatte …

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Leben nach dem Leben: Die Befreiung des Bewusstseins von den Fesseln der Zeit (Wissenschaft gemeinverständlich)

Was bedeutet Naturerkenntnis, und wie kommt sie zustande?

Was meinen wir, wenn wir sagen, es sei irgendein Naturvorgang erkannt worden und was versteht man unter Erkennen in der Naturwissenschaft?
Was ist das, was bei jedem Bewegungsvorgang identisch bleibt, obwohl es zugleich eine Veränderung durchmacht?
Aus wieviel Urstoffen bestehen alle Dinge?

Mehr zum Thema:
Naturphilosophie: Das Wesen von Naturgesetzen und die Erklärung des Lebens. Neubearbeitung. (Wissenschaftliche Bibliothek)

Doppelspaltexperiment in fünf Varianten

Beim Doppelspaltexperiment lässt man Licht oder Teilchen durch zwei schmale Spalte einer Schlitzblende treten. Auf einem Beobachtungsschirm dahinter zeigen sich dann Muster, die wir deuten können. Es ist das grundlegende und wichtigste Experiment der Quantenphysik. Seine Interpretation läßt das seltsame Verhalten von Quanten deutlich werden.

Zum Buch:
Die letzten Ursachen: Das Buch der Naturerkenntnis (Wissenschaftliche Bibliothek)

Wie können wir die Natur verstehen?

Jeder Erkenntnisprozess setzt voraus, dass in verschiedenen Naturvorgängen oder -dingen Gleichheiten aufgefunden werden; und er läuft stets hinaus auf eine Einordnung der erkannten Naturerscheinung in eine allgemeinere Klasse, in welcher sie nun als besonderer Fall erscheint. Es folgt hieraus, dass es in jedem Stadium der Erkenntnis, so weit sie auch vordringen mag, stets letzte Prinzipien gibt, die selbst nicht mehr erklärt werden können, sondern aller Erkenntnis zugrunde liegen. Je geringer aber die Zahl der letzten Prinzipien, desto vollkommener die Erkenntnis.
Es sind jene Fragen, die auf die Klärung oberster Begriffe zielen, wie Materie, Kraft, Raum und Zeit, Gesetz, Leben: Begriffe, die beinahe in jede Aussage über Naturdinge und Naturgeschehen irgendwie eingehen.

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Naturphilosophie: Das Wesen von Naturgesetzen und die Erklärung des Lebens. Neubearbeitung. (Wissenschaftliche Bibliothek)

Video: Die Spur des Dschingis-Khan

Archibald Wellington Fox, der Berichterstatter der ‚Chikago Press‘, und Georg Isenbrandt, ein Oberingenieur der Asiatischen Dynothermkompanie, gingen zusammen den Bismarckdamm in Berlin entlang. Ihr Ziel war ein mächtiges Sandsteingebäude, das sich in der Nähe der Havelbrücke in monumentaler Größe erhob und einen ganzen Straßenblock einnahm. Weithin glänzte von seiner Front ein goldenes Wappen. Drei Ähren, von einer Sichel umschlungen. Darunter ein Monogramm aus den drei Buchstaben E. S. C.
Das Haus hier war das Verwaltungsgebäude der großen, von den europäischen Staaten mit einem Milliardenkapital begründeten Siedlungsgesellschaft, die den Überschuss der europäischen Bevölkerung seit zehn Jahren in Asien ansiedelte.
Ein dumpfer Knall riss Archibalb Fox wenige Minuten später aus seinem Sinnen. Der Luftdruck einer schweren Explosion brachte ihn für einen Augenblick ins Wanken. Mit einem Ruck warf er sich herum und sah aus den zersplitterten unteren Fenstern des E.S.C.-Gebäudes dünne Rauchschwaden ziehen.
In der Romanhandlung prallen eine machtbesessene asiatische Elite und die westliche Kultur aufeinander. Die von der Elite aufgestachelten Menschenmassen sind bereit, die Europäer zu erdrücken. Die Weiten Osteuropas bis zum menschenarmen asiatischen Großraum bilden den Hintergrund der abenteuerlichen Aktionen im Kampf um die Herrschaft über diese Gebiete.

Zum Buch:
Die Spur des Dschingis-Khan: Roman vom Ende des Jahrhunderts

Geheimnisvolles Leben unter ewigem Eis

Tief im Inneren der Erde unter ewigem Eis verborgen geht Suchandra, der dreiundzwanzigste Herrscher von Panchala, im Staatszimmer seines Stadtpalastes auf und ab. Er hat große Sorgen. Seine Tochter Yasemin, die heimlich den Flugscheibenpiloten Tayyib liebt, soll demnächst verheiratet werden. Der oberste Tugendwächter von Panchala nutzt die Situation, um des Herrschers Tochter mithilfe einer Intrige, im Tausch gegen 500 Milchziegen, an den uralten Offizier Hermann Krüger zu verschachern.

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Korakar: Geheimnisvolles Leben unter ewigem Eis

Albert Einstein – Relativität der Zeit und Bewegung

Albert Einstein – Der Gedanke, alle Bewegung als relativ aufzufassen, ist recht alt und für geradlinig-gleichförmige Bewegungen bereits in der Mechanik von Newton heimisch gewesen; aber die gewaltigen Konsequenzen konnten sich erst ergeben, nachdem man die Vorstellung eines substanziellen Äthers aufgegeben hatte.

Zum Buch:
Die letzten Ursachen: Das Buch der Naturerkenntnis (Wissenschaftliche Bibliothek)

Seele und Jenseits aus wissenschaftlicher Sicht

Für uns Menschen hat die Frage nach dem zeitlichen Ende unserer Existenz eine hohe Bedeutung. Nicht der Glaube, sondern die vernunftmäßige Beantwortung durch naturwissenschaftliche Tatsachen sind Aufgabe und Ziel dieses Buchs. Am Ende stehen Zuversicht und das Licht der Erkenntnis.

Zum Buch:
Leben nach dem Leben: Die Befreiung des Bewusstseins von den Fesseln der Zeit (Wissenschaft gemeinverständlich)

Leseprobe: Leben nach dem Leben

Seele und Geist:

Es gibt kaum zwei Begriffe, die ein solches Durcheinander aufweisen wie „Seele“ und „Geist“. Bald bezeichnet man mit beiden dasselbe, bald Verschiedenes, bald nimmt man sie als gleichgeordnete, bald als übergeordnete Begriffe, und auch dann lässt man sie das Verschiedenartigste ausdrücken.

Bei dieser Sachlage scheint es nun das Richtigste, hinsichtlich dieser Begriffe auf ihre ursprüngliche Bedeutung zurückzugeben. Das schuldet man schon der geschichtlichen Wahrheit, und wenn es sich wie hier um Begriffe handelt, in welche die weitere geschichtliche Entwicklung geradezu endlose Verwirrung gebracht hat, dann ist m. E. das einzig mögliche Heilmittel, aus diesem Wirrwarr herauszukommen, dies, dass man auf den ursprünglichen Begriff zurückgeht. —- Und da liegt die Sache nun in der Tat außerordentlich einfach.

Seele“ bezeichnete ursprünglich die Lebenskraft, welche die Lebewesen im Gegensatz zu dem Unbelebten beherrscht und ihre Bewegungen sowie das Wachstum verursacht. Später änderte sich schon in der griechischen Philosophie der Begriff; bereits Aristoteles unterschied die ernährende Seele der Pflanzen von der empfindenden Seele der Tiere und der denkenden Seele der Menschen. Hier ist offenbar schon zweierlei durcheinander geworfen, was unsere weitere Betrachtung wird untersuchen müssen.

Jedenfalls aber hat die neuere Philosophie aufgrund naturwissenschaftlicher Überlegungen ergeben, dass es nicht berechtigt ist, einen sehr scharfen Unterschied zwischen der ernährenden und empfindenden Seele zu machen; ein grundsätzlicher Unterschied ist nicht vorhanden: Wir sind berechtigt, beides als „Seele“ zusammenzufassen.

Nun aber ist ja das, was dieser alte Begriff „Seele“ bezeichnet, gerade die Eigenart des Lebens dem Unbelebten gegenüber, also das, wofür wir einen Ausdruck suchen. Mag man damals auch damit eine falsche Anschauung verbunden haben, im Prinzip bleibt es doch dasselbe. Und wenn wir heute auch nicht mehr von „Lebenskraft“ reden wollen, weil dies Missverständnisse erzeugen könnte, so sind wir doch durchaus berechtigt in der Philosophie, für die Eigenart des Lebens wieder jenen uralten Begriff der „Seele“ in Anspruch zu nehmen.

Nach dem, was wir gesehen haben, ist also „Seele“ die besondere immaterielle Erscheinungsform des Lebens, welche in den Lebewesen die Tätigkeit der chemisch-physikalischen Energien leitet und regelt und damit auch ein informationsverarbeitendes System.

Am Anfang unserer Betrachtungen haben wir gesagt, dass wir auf dem Boden der Wissenschaft bleiben wollen. Gemeint war die Naturwissenschaft. Der philosophische Begriff der Seele ist für unsere Betrachtungen wenig hilfreich. Um stattdessen einen naturwissenschaftlichen Begriff zu verwenden, brauchen wir uns nur ins Gedächtnis zu rufen, wie wir das Bio-Regulationssystem definiert haben und dann mit der Definition der Seele vergleichen. Dabei stellen wir fest, dass beide Definitionen als bestimmendes Merkmal das Leiten und Regeln der chemisch-physikalischen Energien haben. Wir können also statt Seele den Begriff Bio-Regulationssystem oder nur Regulationssystem verwenden, denn beides ist das Gleiche.

Noch auf einen Punkt sei hier hingewiesen. Wir haben gesagt, dass die Erscheinungsform des Lebens, nun sagen wir das Regulationssystem, den Körper beherrscht; das zeigt sich besonders, wenn wir die Entwicklung der Lebewesen betrachten. Auch hier finden wir einen grundsätzlichen Unterschied zwischen „Unbelebtem“ und „Lebendem“.

Im Gegensatz zu allen toten Naturkörpern, deren Bildung sich lediglich durch das Wechselspiel der Energien des Stoffes und seiner Umgebung vollzieht, „entwickeln“ sich alle Lebewesen, d. h., sie bilden sich unter stufenweiser Ausgestaltung von innen heraus aus einem einfachen Zustand zu größerer Vollkommenheit. Hierbei entstehen die Organe aus einem vorher gleichartig-ungeschiedenen Zustand, dessen erster Anfang das Ei ist, d. h. eine Zelle, die zwar organisiert ist, aber noch nichts erkennen lässt von den späteren Organen des betreffenden Wesens.

Auch die Ausbildung dieser Organe ist ein Vorgang von höchster Zweckmäßigkeit, ganz beherrscht von den Lebensbedürfnissen des betreffenden Wesens und diesen durchaus entsprechend. Und was ganz besonders bemerkenswert an diesem Vorgang ist: Er erfolgt in Voraussicht und Fürsorge für die Zukunft, in der die Organe erst eine Rolle spielen werden.

Es liegt auf der Hand, dass diese Ausbildung der Organe, diese Entwicklung, ebenfalls ganz unter den von uns gefundenen Begriff der Erscheinungsform des Lebens, also, wie wir jetzt sagen wollen, des Bio-Regulationssystems fällt. Das Regulationssystem hat nicht nur die Aufgabe der Erhaltung des Organismus, sondern auch seiner Bildung. Es ist demnach ein organisierendes Prinzip.

Das Letztere stimmt übrigens ganz überein mit dem, was wir von der Regeneration gesagt haben; denn auch hier ist die Tätigkeit des Regulationssystems eine organisierende.

Das Wesentliche ist bei alledem, dass hier Neubildungen stattfinden, dass es sich also um ein in gewissen Grenzen schöpferisch wirksames Prinzip handelt, wiederum ein ganz bedeutsamer Unterschied zu der rein energetischen Erscheinungsform, welche niemals eine schöpferische Tätigkeit entfaltet.

Das Leib-Seele-Problem:

Es würde sich nun noch um die Frage handeln, in welchem Verhältnis das Regulationssystem zu dem Körper des Lebewesens steht. Damit befinden wir uns vor einem Problem, an dem sich die größten Geister unter dem Stichwort „Leib-Seele-Problem“ bis zum heutigen Tag den Kopf zerbrochen haben; und da können und wollen wir uns nicht unterfangen, diese Frage philosophisch zu lösen, wir können nur allgemein auf naturwissenschaftlicher Basis zu ihr Stellung nehmen.

Es fällt dem Menschengeist unglaublich schwer, ein informationsverarbeitendes System, zu denken, und so ist er denn auch immer wieder darauf zurückgekommen, die Seele als einen, wenn auch noch so feinen Stoff, als ein ätherisches Wesen usw. aufzufassen. Die Informationsverarbeitung, die dahinter steckt, wurde ausgeblendet. Mag man den Stoff noch so fein denken, er bleibt doch eben immer Stoff und als solcher messbar, was für die Seele, als ein informationsverarbeitendes System unmöglich ist. Wir müssen daher die Vorstellung von Seele als ätherischem Wesen fallen lassen.

Wie aber wirkt die Seele, das heißt das Bio-Regulationssystem, auf den Körper ein?

Die Frage lässt sich nach obigen Vorbereitungen recht einfach und ohne ätherischen Körper, ätherischem Wesen oder was auch immer Ätherischem beantworten. Jede Information und damit auch jeder informationsverarbeitende Prozess benötigt in unserer lokalen Welt immer einen stofflichen oder energetischen Informationsträger.

Ein ausgedrucktes E-Mail hat als Informationsträger das Papier. Das Fernsehprogramm benötigt als Informationsträger die elektromagnetischen Radiowellen, die uns das Programm ins Haus bringen und zusätzlich den Fernsehbildschirm als Informationsträger für das Bild, damit wir es betrachten können….

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Leben nach dem Leben: Die Befreiung des Bewusstseins von den Fesseln der Zeit (Wissenschaft gemeinverständlich)

Leseprobe: Die Spur des Dschingis-Khan

Archibald Wellington Fox, der Berichterstatter der ‚Chikago Press‘, und Georg Isenbrandt, ein Oberingenieur der Asiatischen Dynothermkompanie, gingen zusammen den Bismarckdamm in Berlin entlang. Ihr Ziel war ein mächtiges Sandsteingebäude, das sich in der Nähe der Havelbrücke in monumentaler Größe erhob und einen ganzen Straßenblock einnahm. Weithin glänzte von seiner Front ein goldenes Wappen. Drei Ähren, von einer Sichel umschlungen. Darunter ein Monogramm aus den drei Buchstaben E. S. C.

Wellington Fox sprach: „Das war ein guter Zufall, dass ich dich hier in Berlin auf der Straße treffen musste. Sonst hätte ich dich im fernen Turkestan in deinem Abschnitt am Issi Kul aufsuchen müssen … wo es, wie mir scheint, für den Journalisten, das heißt in diesem Falle Kriegsberichterstattet-, nächstens gute Arbeit geben kann.“

„Du meinst, Fox?“

„Allerdings, old Fellow, meine ich. Willst du die Möglichkeit leugnen?“

„… will ich nicht. Aber …“

„Kein ‚Aber ‚“, Georg. Du willst mir wohl vorrechnen, wie viel Grad der Wahrscheinlichkeit dagegen sprechen?“

„Du irrst, mein lieber Fox!“ Ruhig, ganz gleichgültig hatte Georg Isenbrandt die Worte hingeworfen. Auf den Journalisten wirkten sie wie ein Blitz in der Nacht. Einen Augenblick blieb er wie angewurzelt stehen.

„Was willst du sagen, Georg?“

Er drängte an den Freund heran und sah ihm forschend ins Gesicht.

„Ich meine, dass erheblich viele Grade der Wahrscheinlichkeit dafür sprechen … müssten. Aber meine Meinung wird von dem Direktorium der E. S. C. leider nicht geteilt.“

„Georg, Krieg! … Krieg zwischen dem Vereinigten Europa und dem großen Himmlischen Reich!“

Der andere nickte stumm. Sein gleichmäßig kühles Gesicht blieb unverändert. Nur ein leuchtendes Funkeln seiner starr ins Weite gerichteten Augen zeigte, dass sein Inneres keinen Teil an seiner äußerlichen Ruhe hatte.

In dem Gehirn des Journalisten kreuzten sich wirr tausend Gedanken. Eine Weile schritten sie wortlos nebeneinander her.

„Du weißt, Wellington, dass unsere Unterhaltungen keine Interviews sind. Der Journalist Wellington Fox, von der ‚Chikago Press‘, hört von unseren Gesprächen nichts.“

„Kein Zweifel, Georg. Doch sag, zu welchem Zweck bist du hier in Berlin?“

„Um einen letzten Versuch zu machen … die Herren der E. S. C. zu meiner Ansicht zu bekehren. Ich habe um fünf Uhr eine Konferenz mit ihnen.“

„Und wenn …? Was wird dann aus dem großen Werk der E. S. C.? Den Hunderttausenden von europäischen Siedlern in Turkestan … und deinen großen Arbeiten? Werden sie nicht durch den Krieg schwer leiden?“

„Du fürchtest für sie? … Ich nicht, wenn man mir folgt … sie zu verteidigen … zu sichern auf Menschenalter … darauf gehen meine Pläne … und wäre dazu Krieg nötig.“

Jede Gleichgültigkeit war jetzt von dem Sprecher abgefallen. Ein eiserner Wille, eine unbeugsame Energie prägte sich auf dem scharf geschnittenen Gesicht mit der kantigen Stirn aus.

Staunen, Überraschung … Bewunderung malten sich in den Zügen des Journalisten. Mit einem zweifelnden Blick maß er die Gestalt des einstigen Schulkameraden.

„Georg, Krieg! Das Wort riecht nach Blut!“

„Hat es stets getan … und wird es immer tun, solange Krieg die Ultima ratio menschlicher Zwistigkeiten ist … das heißt so lange Menschen leben werden“

Ein Augenblick des Schweigens.

„Nur eins möchte ich dich noch fragen.“ Ein besorgter Unterton klang aus der Stimme des Sprechenden. „Bist du dir auch bewusst, mit welchem furchtbaren Gegner Europa … du … zu kämpfen haben würdest? Das große geeinte Asiatische Reich ist eine Macht, wie sie die Geschichte der Völker selten gekannt hat. Sein Herrscher, der Großkhan Schitsu, ist ein Mann vom Blut und Schlage des Dschingis Khan.“

„Ich weiß es. Die Gefahr ist groß! Aber sie wird mit jedem Jahr größer … bis sie eines Tages das Abendland verschlingen wird. Deshalb heißt es ihr zu begegnen … jetzt, ehe es zu spät ist.

Der Großkhan ist todkrank. Ob er am Leben bleibt? … Wer weiß es? Stirbt er, wird man mir leichter folgen. Die Angst vor ihm ist größer als vor seinem Land. Doch wir sind am Ziel.“

Er deutete auf den Sandsteinpalast, den sie jetzt erreicht hatten.

„Was da drinnen in den nächsten Stunden beschlossen wird, ist entscheidend für das Wohl und Wehe von Millionen Menschen, für das Schicksal zweier Kulturen.“

Unwillkürlich hatte sich seine Hand erhoben und stand fragend und drohend gegen die stummen Quader des Riesenbaues gereckt, der hier wie eine Burg aus dem märkischen Sand ragte. Denn senkte sie sich langsam in die des Freundes.

„Auf Wiedersehen, dann heute Abend bei dir im Hotel.“ Noch ein Händedruck, und Georg Isenbrandt trat durch das Hauptportal in das Gebäude ein. Unschlüssig blieb Wellington Fox auf der Straße stehen. Dann begann er, die Inschriften an dem Gebäude zu studieren. In den steinernen Ornamenten der Portalwölbung wiederholten sich das Ährenmotiv und die verschlungenen drei Buchstaben E. S. C. Jetzt ruhte sein Blick auf den Inschriften in der Höhe des ersten Stockwerks breit und massig leuchteten von dort goldene Buchstaben … Europäische Siedlungs-Compagnie … Daneben in englischer Sprache „European Settlements company“. Wieder etwas weiter stand es auf Russisch: Jewropeiskoje Obschtschestwo dlja naselenija Wostoka.

Das Haus hier war das Verwaltungsgebäude der großen, von den europäischen Staaten mit einem Milliardenkapital begründeten Siedlungsgesellschaft, die den Überschuss der europäischen Bevölkerung seit zehn Jahren in Asien ansiedelte. Auf meilenweiten Ländereien, die, vordem unfruchtbare Steppen, nach der Erfindung des Dynotherms bestes Ackerland geworden waren. Hier in Berlin war der Hauptsitz dieser großen internationalen und mit staatlichen Hoheitsrechten ausgestatteten Gesellschaft. Ihr Arbeitsgebiet lag in Asien. Dort reichte es vom Kaspischen Meer bis zu den Grenzen des chinesischen Reiches. Dort dampften die Hochalpen unter der Wirkung des Dynotherms. Dort kochten die großen Seen, und warmer, über das ganze Jahr verteilter Regen schuf fünfzigfältige Ernten, wo früher wandernde Kirgisen kaum das Notwendigste fanden.

Wellington Fox war mit der Betrachtung des Gebäudes zu Ende und ging weiter, dem Grunewaldpark zu. Die letzten Worte seines Freundes gaben ihm reichlich Anlass zum Nachdenken. Seine Gedanken weilten abwechselnd im Fernen Osten und im Palast der E. S. C. Und so übersah er es, wie eine elegant gekleidete Gestalt, die ihm entgegenkam, bei seinem Anblick schon von Weitem einen Bogen schlug, um auf die andere Seite der Straße zu gelangen und dann im Haus der E. S. C. zu verschwinden.

Ein dumpfer Knall riss ihn wenige Minuten später aus seinem Sinnen. Der Luftdruck einer schweren Explosion brachte ihn für einen Augenblick ins Wanken. Mit einem Ruck warf er sich herum und sah aus den zersplitterten unteren Fenstern des E.S.C.-Gebäudes dünne Rauchschwaden ziehen.

Instinktiv lief er auf den Eingang des Gebäudes zu. Durch die aufgerissenen Flügeltüren drang er in das Haus ein und stürmte die Treppen empor. Ein Gemisch von Staub und Rauch benahm ihm fast den Atem. Eine schreiende, in ihrer Aufregung sinnlose Menge drang ihm entgegen. Zwischendurch … darüber hinweg bahnte er sich seinen Weg bis in das zweite Stockwerk, wo er den Freund wusste.

Hier war es ruhiger. Hier ließ auch der Qualm nach. Fox lief über einen Korridor und sah die Person, die ihm auf der Straße entgangen, in einen Seitengang verschwinden. Mit einem Ruck blieb er stehen. Ein sekundenlanges Zögern. Dann schlug er den entgegengesetzten Weg zu dem Direktionszimmer ein. Noch ehe er sie erreicht, kam ihm Georg Isenbrandt mit einigen Herren entgegen.

„Georg, was ist los?“

„Das wissen wir selbst noch nicht. Wir müssen die Untersuchung abwarten.“

„Ein verbrecherischer Anschlag?“

„Nicht so eilig! Warte mit deinen Mails, bis die Untersuchung Klarheit geschaffen hat.“

Der Donner einer zweiten, schwächeren Explosion in der Nähe verschlang die letzten Worte Isenbrandts. Ohne sich noch aufhalten zu lassen, stürmte der Amerikaner dem Weg nach, den der Fremde vorher eingeschlagen hatte. Die zweite Explosion hatte neue Rauchmengen entwickelt. Er konnte kaum sehen und atmen, lief durch einen anderen Korridor rüttelte an verschlossenen Türen und stieß schließlich auf eine Tür, die nachgab. Sah zuerst einen mächtigen Tresor, der durch die Gewalt der Explosion von oben bis unten aufgerissen war. Die Kraft der Sprengung hatte die in ihm verwahrten Dokumente durch das Zimmer zerstreut. Sah dann nur undeutlich in dem rauchgefüllten Raum, wie der Gesuchte bemüht war, mehrere Schriftstücke in seinen Taschen verschwinden zu lassen. Mit ein paar tigerartigen Sätzen schoss Wellington auf ihn los. Doch noch schneller hatte der Fremde die Tür zum Nebenzimmer aufgerissen. Als Wellington Fox die Klinke berührte, hörte er, wie der Schlüssel im Schloss von außen umgedreht wurde. Im selben Augenblick ließ er sie auch schon los, um über den Flur einen anderen Eingang zu diesem Zimmer zu suchen. Doch umsonst. Alle Türen waren verschlossen.“

Wellington Fox blieb stehen. Das Vergebliche einer weiteren Verfolgung hier im Gebäude war ihm klar.

Wo ihn finden? … Ah! … Schon lief Fox dem Hauptportal zu.

*

Seine Exzellenz Wang Tschung Hu, der chinesische Botschafter beim deutschen Staat, saß allein in seinem Arbeitszimmer. Nervös spielte seine Rechte mit einem Bleistift, während sein Auge den langsamen Fortgang des Uhrzeigers auf dem Zifferblatt verfolgte. Hier war er allein, hier brauchte er nicht die unerschütterliche Miene eines asiatischen Diplomaten zur Schau zu tragen, und seine Ungeduld kam in seinen Zügen und Bewegungen deutlich zum Ausdruck.

Er unterbrach das Spiel mit dem Bleistift nur, um hin und wieder das Telefon vom Haken zu nehmen und kurze Fragen zu stellen.

Die Uhr hub aus und schlug halb sechs. In ihren verhallenden Schlag mischte sich der Klang der Telefonglocke.

Die Meldung des Sekretärs, dass Mr. Collin Cameron soeben die Botschaft betreten habe.

Wang Tschung Hu legte den Apparat wieder auf die Gabel, suchte einen Moment zwischen verschiedenen an dem großen Diplomatentisch befestigten Hebeln und legte einen davon um. Im gleichen Augenblick war ein Telefon auf seinem Tisch mit den Lauschmikrofonen verbunden, die sich in der Wohnung des Hausmeisters der Botschaft befanden. Jedes Wort, das dort unten gesprochen oder auch nur geflüstert wurde, musste hier oben klar und deutlich aus dem Apparat kommen.

Die Gründe, die seine Exzellenz Herrn Wang Tschung Hu veranlasst hatten, diese Verbindung zwischen seinem Schreibtisch und der Wohnung seines Hausmeisters herstellen zu lassen, waren von besonderer Art. Wutin Fang, der da unten in der bescheidenen Stellung eines Hausmeisters wirkte, war in Wirklichkeit chinesischer Generalstabsoffizier und Chef der asiatischen Spionage in Europa. Der Botschafter musste jederzeit offiziell versichern können, dass er Leute wie jetzt diesen Mr. Collin Cameron nicht kenne, sie niemals gesehen oder gesprochen habe. Aber seine Exzellenz hatte ein großes und berechtigtes Interesse daran, zu erfahren, was solche Leute mit Wutin Fang verhandelten. So saß Wang Tschung Hu jetzt mit gespannter Aufmerksamkeit vor dem Telefon. Stimmen erklangen aus dem Apparat.

„Was bringen Sie uns, Mister Cameron?“ …..

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Die Spur des Dschingis-Khan: Roman vom Ende des Jahrhunderts

Leseprobe: Die letzten Ursachen

Zeigt die Meeresschnecke Elysia timida Bewusstsein?

Die Meeresschnecke Elysia timida hat einen Weg gefunden, sich die Fotosynthese von Algen nutzbar zu machen. Wie ist das möglich?

Als Naturwissenschaftler gehen wir davon aus, dass sich alle komplexen biologischen Systeme durch evolutionäre Prozesse gebildet haben.

Ein Evolutionsprozess besteht aus drei Schritten. Zuerst entsteht Neues, möglicherweise noch nie Dagewesenes. Im zweiten Schritt wird das Neue mit Vorhandenem kombiniert und zur Auswahl dargeboten. Im dritten und letzten Schritt wird eine Auswahl unter dem Dargebotenen getroffen. Die Auswahl kann passiv durch Wechselwirkungen mit der Umwelt geschehen oder aktiv unter Berücksichtigung der individuellen Neigung, bestimmte Ziele zu verfolgen (= Bedürfnisse).

Schlundsackschnecken, zu denen Elysia timida gehört, ernähren sich fast ausschließlich von Algen. Das Verdauungsorgan der Schnecke zerkleinert und zerlegt die gefressenen Algen. Neu ist wohl (Schritt 1 der Evolution), dass die Schnecke und speziell ihr Darm zwischen verschiedenen Zellbestandteilen der zerlegten Algen unterscheiden kann. Die Schnecke verfügt ganz offensichtlich über die Möglichkeit, selektiv bestimmte Zellbestandteile zu verdauen, oder auch nicht, obwohl sich die einzelnen Bestandteile nicht prinzipiell unterscheiden und andere Meeresschnecken ungeachtet der unterschiedlichen Algenbestandteile die komplette Alge verdauen.

Für den zweiten Schritt des Evolutionsprozesses ergeben sich daraus folgende Kombinationen:

a. Alle Zellbestandteile verdauen, …

b. Chloroplasten verdauen, …

c. Alles verdauen außer Chloroplasten.

Im dritten Schritt des Evolutionsprozesses kommt es zu einer Auswahl unter den drei dargebotenen Möglichkeiten. Bei einer passiven Auswahl durch die Umwelt bleibt entweder alles beim Alten (Kombination a) oder das Neue ist im Regelfall von entscheidendem Vorteil für Lebenserhalt und Fortpflanzung. Bei einer aktiven Auswahl können Bedürfnisse die Wahl bestimmen und es kann b oder c zum Tragen kommen.

Die Biologen gehen davon aus, dass die Elysia-Schnecken in Hungerphasen Energie von den Chloroplasten beziehen, die im Darm weiterhin Fotosynthese betreiben. Ein Experiment zeigte allerdings, dass die Schnecken auch ohne Fotosynthese der Chloroplasten überleben. Nach zwei Monaten im Dunkeln waren die Schnecken so lebendig wie zuvor. Jetzt vermuten die Forscher, die Schnecke profitiert nicht unbedingt sofort von den Chloroplasten, sondern erst dann, wenn die Darmzellen diese in Hungerphasen abbauen.

Für eine passive Auswahl durch die Umwelt im dritten Schritt der Evolution spricht, dass man aus dem Vorhandensein der Chloroplasten im Darm einen geringfügigen Vorteil für den Lebenserhalt ableiten kann. Doch ist dieser Vorteil entscheidend?

Gegen das Wirken eines passiven Prozesses spricht das Erkennen des Unterschieds verschiedener Zellbestandteile der Algen durch die Schnecke selbst bzw. durch ihre Darmzellen. Es gibt also etwas, was sich auf unterschiedliche Anforderungen einstellen kann.

Was die Auswahl im Evolutionsprozess betrifft, so ist die Wahl der Evolution auf Kombination c gefallen, alles wird verdaut außer den Chloroplasten. Allerdings hat die Schnecke anscheinend die Möglichkeit, in Hungerphasen die Kombination b zu wählen, nämlich die Chloroplasten zu verdauen.

Es existiert eine nicht determinierte Entscheidungs­möglichkeit zwischen Handlungsalternativen.

Wenn man zudem davon ausgeht, dass die Schnecke das ganz einfache Bedürfnis hat, sich ihr Leben etwas komfortabler zu gestalten, indem sie die Chloroplasten Sauerstoff und Zucker produzieren lässt, dann sind alle Kriterien für den informationsverarbeitenden Prozess erfüllt, der laut Definition als Bewusstsein bezeichnet werden kann.

Der gleiche Bewusstseinsprozess, der Entscheidungen trifft, wann die Chloroplasten Sauerstoff und Zucker produzieren sollen und wann sie zu verdauen sind, hat auch beim dritten Evolutionsschritt die aktive Auswahl durchgeführt.

Sicher handelt es sich nicht um einen hoch entwickelten Bewusstseinsprozess wie das Selbst- oder Oberbewusstsein beim Menschen. Es ist eher ein dem Unterbewusstsein vergleichbarer Prozess. Beim Menschen führt das Unterbewusstsein viele Entscheidungen und körperliche Steuerungen durch. Nur das Wichtigste wird zur Entscheidung dem Oberbewusstsein zugeführt. Und was das Wichtigste ist, das entscheidet ebenfalls das Unterbewusstsein.

Die Elysia-Schnecke zeigt uns mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass einfache Bewusstseinsprozesse selbst auf ihrer nicht allzu hohen Entwicklungsstufe wirken.

Es ist sogar anzunehmen, dass eine einfache Art von Bewusstseinsprozessen ab Anbeginn der Evolution beim Aufstieg des Lebens mitgewirkt hat. Denn als reine Zufallsprozesse und ohne aktive Auswahl ist die Entstehung von Eiweißmolekülen, DNA, Archaeen, Eukaryonten, Mitochondrien oder Plastide mehr als unwahrscheinlich….

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Letzte Ursachen und die Unschärferelation

Der Physiker Werner Heisenberg versuchte die Lichtteilchen genauer zu vermessen. Er wollte ihren Ort und Impuls exakt bestimmen. Er hatte keinen Erfolg, denn immer wenn er das Lichtteilchen an einem bestimmten Ort lokalisieren konnte, gelang es ihm nicht mehr den Impuls exakt zu messen. Wenn er gerade dabei war, den Impuls zu messen, konnte er nicht mehr feststellen, wo das Lichtteilchen geblieben war. Das Problem war nicht lösbar. Schließlich stellte Heisenberg eine Formel auf, die das Problem mathematisch beschreibt. Diese Formel ist die Heisenbergsche Unschärferelation, für deren Entdeckung der Physiker 1932 den Nobelpreis bekam.

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